„Immer ein offenes Ohr.“ „Keiner weiß, wo’s mit der Agentur lang geht.“ „Es fehlt eine harte Hand.“

Januar 18th, 2012 by Wilhelm Herrmann

Das sind drei Bewertung für die Agenturgeschäftsführung, wie ich sie von Mitarbeitern eingesammelt habe.

Sehr unterschiedliche Aussagen. „Das sind drei verschiedene Agenturen!“, könnten Sie schlussfolgern.

Mitnichten. Dies ist der O-Ton aus dem 360-Grad-Feedback von Mitarbeitern ihren Chef – aus ein und derselben Agentur.

Was sagt dieses Feedback:

  1. Unser Chef ist ein netter und aufgeschlossener Mensch.
  2. Er steckt tief im Tagesgeschäft. Aber übers Tagesgeschäft hinaus? Da wird’s dünn.
  3. Ich spüre, dass es teilweise zu chaotisch zugeht. Und auch ungerecht. Da gibt es welche, die brauchen eine klarere Führung.

Darin stecken wichtige Botschaften.

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Wir sind völlig überlastet. Alle arbeiten am Limit. Die Stimmung ist miserabel.

Dezember 8th, 2011 by Wilhelm Herrmann

Immer wieder begegne ich Agenturen, die eine Unterstützung suchen, um die Motivation in Ihrem Team zu heben. Nun bin ich ohnehin nicht der Coach, der es liebt mit irgendwelchen Psychoansätzen Stimmung hochzukitzeln. Das sind meist Strohfeuer, die entfacht werden.
Ich gehe da lieber konkret und sachlich ran.

Also:
Wenn ich mit den Agenturchefs über die Situation spreche, bitte ich gleich zu Beginn darum, dass sie mich mal einen Blick auf ihr Betriebsergebnis werfen lassen.

Und?
Das ist in den meisten Fällen nicht gut und geht bestenfalls an die schwarze Null.

Dann ist meine Reaktion:

„Sie sind nicht über-, sondern unterlastet.“ Hier weiter lesen.. »

„Ich mache meine Agentur zu.“

November 14th, 2011 by Wilhelm Herrmann

Das war die reißerische Überschrift des Newsletters, mit dem ich zum Impuls-Workshop „Agenturverkauf, – übergabe und –nachfolge“ in die Milchsackfabrik eingeladen habe.

Termin: 11.11.11 ( Ein Affront gegen alle Rheinländer – ich weiß. 😉 Wir haben übrigens pünktlich um 11.11h begonnen. Zünftig. )

Was hatte ich im Auge – außer der (erlaubten) Provokation?

Es gibt – Zahlen liegen hart nicht vor – eine sehr große Zahl von Agenturen, die folgende Entwicklung gemacht haben: Gegründet in den 80ern; Inhaber war und ist der beste Kreative, Stratege, Berater  in der Agentur; um ihn herum 4, 5 – ein paar mehr Mitarbeiter. Das lief gut. In den 80ern sehr gut, später schwierig, aber immer noch auskömmlich. Nun ist der Inhaber und Chef in den späten 50ern ( Lebensjahre ). Und dann taucht – scheinbar urplötzlich – die Frage auf: Wie schaffe ich den Rückzug aus dem aktiven Berufsleben? Was ist mit meiner Agentur?

Dann steht auf einmal die Frage: Gibt es eine Übergabeperspektive? Oder mache ich die Agentur zu? ( Was viel Geld kosten kann. )

Meine Provokation hat gewirkt. In dem Impuls-Workshop gab es eine lebhafte Diskussion, Austausch von Ideen und einen qualifizierten Input.

Was waren die wichtigsten Themen in der Diskussion? Hier weiter lesen.. »

„Die Kunden sind lost!“

November 9th, 2011 by Wilhelm Herrmann

Am 4. November tagte eine weitere agenturexcellence©-plus-Werkstatt zum Thema „Kundenführung und Kundenentwicklung“. 4 Agentur waren dabei: 1 PR-Agentur, 1 Online-Agentur und 2 klassische Werbeagenturen. Eingangs standen Einschätzungen über

Aktuelle Entwicklungen bei Kunden und im Markt.

Aus Sicht der Klassischen:

Digitale Kommunikation ist im Vormarsch. Dort greifen Spezialisten mit innovativen Angeboten an. Dem müssen auch klassische Agenturen folgen. Zugleich reagieren die Kunden zunehmend hilf- und ziellos. Das formulierte ein Inhaber so: „Die Kunden sind lost.“

Aus Sicht der Onliner:

Auch bei Internet Dienstleistungen entwickeln sich andere Denk- und Kommunikationsprozesse. Der statische Webauftritt ist out. Kunden fordern nachweisbare Kommunikationsergebnisse, wissen aber selbst nicht mehr, wie diese Ergebnisse effektiv erreicht werden.

In diesen knappen Einschätzungen spiegeln sich wesentliche Entwicklungen wieder, die sowohl Entscheidungsprozesse und –beteiligte als auch die Rolle der Agenturen beeinflussen und verändern.

Das isolierte Denken in Medien ist aufgebraucht.

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„Agenturinhaber spielen mit der Zukunft ihrer Agentur.“

November 3rd, 2011 by Wilhelm Herrmann

„Agenturinhaber spielen mit der Zukunft ihrer Agentur.“ Ja, das ist eine überzogene und provokative Behauptung.

Doch: In vielen Strategieforen in unserem Loft in der Milchsackfabrik habe ich diesen Vorwurf schon in die Runde geworfen. Die Reaktion der anwesenden Agenturleute?Nachdenkliche Gesichter. Nie eine empörte Zurückweisung. Eher Erleichterung, weil da jemand etwas anspricht, das unterschwellig rumort hat.

Worum geht es mir?

Viele Agenturinhaber sind zur eigenen Agentur gekommen wie die Jungfrau zum Kind.
Möglicherweise schon im Studium die ersten Projekte. Das lief gut. Dann werden zunächst freie, dann angestellte Mitarbeiter hinzugezogen.Und dann entsteht folgende Situation: Hier weiter lesen.. »

Halten Sie den Kunden nicht für blöd!

November 1st, 2011 by Wilhelm Herrmann

„Halten Sie den Kunden nicht für blöd! Verkaufen Sie Kundennutzen, und nicht Ihre Agentur.“*

Immer wieder stoße ich in Neugeschäftsworkshops auf einen typischen Ansatz in der Kaltakquise von Agenturen, bei dem ich mich frage: Halten diese Agenturen die Kunden wirklich für blöd? Hier eines dieser Beispiele:

Eine schon recht stattliche klassische Werbeagentur mit durchaus respektablen Marken im Kundenportfolio will es richtig wissen. Der Inhaber hat viel vor und will die Entwicklung seiner Agentur durch massives Neugeschäft vorantreiben. Gedacht, getan. Es folgen Maßnahmen: Hier weiter lesen.. »

„Der Strom kommt aus der Steckdose, und das Gehalt kommt vom Konto.“

Oktober 13th, 2011 by Wilhelm Herrmann

Im letzten Jahr hatte ich in XING eine Trainee-Stelle ausgeschrieben. Die Gehaltsangabe lautete auf 18.000 €. Es meldete sich recht rasch eine junge Dame. Sie interessiere sich für den Job, habe da aber noch eine Frage. Ob die 18.000 € für Monat oder Jahr gemeint sei. ( Sie hatte offenbar übersehen, dass das entsprechende Feld in XING als Jahresangabe gekennzeichnet war. ) Ich reagierte schnell. Schrieb, dass ich mich über Ihr Interesse sehr freue. Ich hätte nur meinerseits eine Frage an sie. Ob sie sich denn zutraue, 18.000 € im Monat zu verdienen. Auch die Interessentin antwortete prompt. Ja, das würde sie sich zutrauen. Hier weiter lesen.. »

Ob die Krise kommt oder nicht: Das Richtige tun.

Juli 4th, 2011 by admin

Liebe Chefs und Agenturinhaber!

HORIZONT.net, 8. September 2011

„Konjunktur: Die Verunsicherung in der Agenturbranche nimmt zu“

So titelt heute HORIZONT online. Es folgen Statements von Agenturleuten.

Noch bleibt alles im Wagen. Alle setzen auf das Prinzip Hoffnung.

Eine begründete Prognose über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kann ich nicht geben. Meine Erwartung ist jedoch: Das Jahr 2012 wird wesentlich härter, als es die jetzige Auftragslage der meisten inhabergeführten Agenturen erwarten lässt.

Ich erinnere mich an den Oktober 2008:

In der Milchsackfabrik ein Strategieforum von HERRMANNCONSULTING. Ca. 40 Agenturinhaber diskutieren die Herausforderungen für Kommunikationsagenturen. Da sagt ein Agenturchef fast beiläufig: Hier weiter lesen.. »

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